UG-Gesellschaft die Unternehmergesellschaft
UG-Gesellschaft die Unternehmergesellschaft.Die Bundesregierung hat am 25. Mai 2007 den Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) [1] dem Bundesrat vorgelegt. Das Gesetz soll die Rechtsform der GmbH für den deutschen Mittelstand attraktiver machen und so den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken. Gleichzeitig soll der GmbH im Wettbewerb der Gesellschaftsformen insbesondere gegenüber der englischen Limited Company (Ltd.) eine stärkere Stellung verschafft werden.
Um Unternehmungsgründungen zu erleichtern, soll das Mindestkapital einer GmbH künftig von 25.000 auf 10.000 € abgesenkt werden. Die Eintragungsverfahren sollen beschleunigt werden, indem sie vom Verfahren um die verwaltungsrechtliche Genehmigung (insbes. die gewerberechtliche Erlaubnis für Gastronomen oder Handwerksmeister) abgekoppelt werden. Bei Verwendung des im Gesetz vorgeschlagenen Mustergesellschaftsvertrages für Standardfälle (höchstens drei Gesellschafter, Gründung mit Bareinzahlung) ist für die Gründung künftig kein Notar mehr erforderlich. Weiter schlägt der Entwurf vor, eine Art gutgläubigen Erwerb der Geschäftsanteile einzuführen. Es sollen Missbräuche der GmbH in der Krise durch so genannte Firmenbestatter verhindert werden, die angeschlagene GmbHs durch Abberufung von Geschäftsführern und durch Aufgabe des Geschäftslokals einer ordnungsgemäßen Insolvenz zu entziehen suchen. Vollständig neu gestaltet wird auch das System des Eigenkapitalersatzrechts.
Um im Wettbewerb gegen die Ltd. bestehen zu können, wurde die Vorschrift gestrichen, wonach eine Deutsche GmbH ihren Sitz nicht im Ausland haben kann.Dieser Entwurf sieht sich aber einer kontroversen Diskussion ausgesetzt. Insbesondere wird eine Schwächung der GmbH befürchtet, weshalb alternativ vorgeschlagen wird, eine weitere Form einer Kapitalgesellschaft neben der GmbH einzuführen. Der Entwurf beruht auf Vorarbeiten aus der vorangehenden Wahlperiode. Seinerzeit ist das Gesetzgebungsverfahren durch die Neuwahlen unterbrochen worden. Der jetzige Regierungsentwurf geht in vielen Punkten weiter als die vorangehenden Entwürfe. Er enthält unter anderem eine GmbH-Variante ohne Mindeststammkapital (sog. Unternehmergesellschaft) sowie eine Mustersatzung für die Standard-GmbH.
Ein Inkrafttreten wird in der ersten Hälfte des Jahres 2008 erwartet. aus Wikipedia
